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Dopingliste des IOC (Internationales Olympisches Kommitee)


I. Verbotene Substanzklassen

I.A. Stimulantien




Amfepramon Mesocarb
Amfetamin Metamfetamin

Amineptin Methoxyphenamin

Amiphenazol Methylendioxyamfetamin

Bromantan Methylephedrin

Cafedrin Methylphenidat

Cathin Nikethamid

Cropropamid Norphenfluramin

Crotetamid Parahydroxyamfetamin

Ephedrin Pemolin

Etamivan Pentetrazol

Etilamfetamin Phendimetrazin

Etilefrin Phentermin

Fencamfamin Phenylpropanolamin

Fenetyllin Pholedrin

Fenfluramin Pipradrol

Heptaminol Prolintan

Koffein* Propylhexedrin

Kokain Pseudoephedrin

Mazindol Strychnin

Mefenorex

Mephentermin
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

* Bezüglich Koffein wird eine Probe als positiv erachtet, wenn im Urin mehr als 12 mg pro Liter enthalten sind.

Bemerkung: Vasokonstriktoren, insbesonders alle Imidazolinderivate (Naphazolin, Oxymetazolin usw.) und Phenylephrin, sind bei lokaler Anwendung (z.B. Augen- und Nasentropfen) erlaubt. Auch Adrenalin und seine Abkömmlinge sind als Zusatz für Lokalanästhetika zulässig.


I.B. Narkoanalgetika




Buprenorphin Nalbuphin
Diamorphin (Heroin) Pentazocin

Hydrocodon Pethidin

Hydromorphon Tilidin

Methadon Tramadol

Morphin
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

Bemerkung: Folgende vornehmlich als Hustenmittel oder Schmerzmittel eingesetzte Substanzen sind neuerdings ausdrücklich erlaubt: Dextromethorphan, Dextropropoxyphen, Dihydrokodein, Ethylmorphin, Kodein, Pholcodin und Propoxyphen. Ebenfalls erlaubt ist das Antidiarrhoikum Diphenoxylat.


I.C. Anabolika

1. Anabole Steroide



Boldenon Methandriol
Clostebol Methyltestosteron

Danazol Miboleron

Dehydrochlormethyl-

testosteron Nandrolon

Dehydroepi-

androsteron (DHEA) Norethandrolon

Dihydrotestosteron Oxandrolon

Drostanolon Oxymesteron

Fluoxymesteron Oxymetholon

Formebolon Stanozolol

Mesterolon Testosteron*

Metandienon Trenbolon

Metenolon Methyltrienolon

und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

* Für Testosteron gilt: Eine Probe wird als positiv erachtet, wenn die Zufuhr von Testosteron oder irgend eine andere Manipulation das Verhältnis Testosteron/Epitestosteron im Urin auf mehr als 10 ansteigen lässt. Bei einem Verhältnis zwischen 6 und 10 müssen weitere Abklärungen erfolgen, bevor ein Entscheid gefällt wird.

Die Verabreichung von menschlichem Choriongonadotropin (HCG) und ähnlichen Substanzen kann beim Mann zu einer erhöhten Produktion androgener Steroide führen. Die Zufuhr solcher Stoffe ist deshalb verboten.

2. Beta-2-Agonisten




Clenbuterol Reproterol
Fenoterol Salbutamol**

Formoterol Salmeterol**

Orciprenalin Terbutalin**
und chemisch oder pharamkologisch verwandte Substanzen!

** Einzig Salbutamol, Salmeterol und Terbutalin sind bei Asthma zur Inhalation zugelassen. Bei Wettkämpfen muss der Sportler dafür besorgt sein, dass der Gebrauch dieser Medikamente mittels ärztlichem Attest der zuständigen medizinischen Instanz vorgängig gemeldet wird.

N.B. Da Beta-2-Agonisten auch stimulierende Eigenschaften besitzen, werden sie vom IOC teilweise auch unter den Stimulantien aufgeführt.


I.D. Diuretika



Acetazolamid Hydrochlorthiazid
Amilorid Indapamid

Bendroflumethiazid Mannitol*

Bumetanid Mersalyl

Canrenon Spironolacton

Chlortalidon Torasemid

Etacrynsäure Triamteren

Furosemid
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

* Verbot gilt nur bei intravenöser Anwendung


I.E. Peptid- und Glykoproteinhormone sowie Analoge



Choriongonadotropin (HCG) Erythropoietin (EPO)
Corticotropin (ACTH) Somatotropin (HGH)
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

 

II. Doping-Methoden (unerlaubte Massnahmen)

II.A. Blutdoping


II.B. Manipulation von Urinproben durch:

  • Verdünnen mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten
  • Katheterisierung
  • Beeinflussung der renalen Stoffausscheidung mit Substanzen wie z.B. Probenecid
  • Beeinflussung der Messergebnisse für Testosteron und Epitestosteron z.B. durch Bromantan
  • Beeinflussung des Verhältnisses Testosteron/Epitestosteron durch Zufuhr von Epitestosteron*.

* Eine allfällig höhere Konzentration an Epitestosteron als 200 ng/ml im Urin zieht unweigerlich weitere Untersuchungen nach sich.


III. Substanzen mit gewissen Einschränkungen

III.A. Alkohol

Einzelne Sportverbände verbieten Alkoholgenuss und führen Alkoholtests durch. Positive Ergebnisse können Sanktionen auslösen.

III.B. Cannabis

Einzelne Verbände prüfen auch auf Cannabis-Konsum (THC im Urin). Positive Ergebnisse können sanktioniert werden.

III.C. Lokalanästhetika

Die gängigen Lokalanästhetika (z.B. Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Procain etc.) sind bei begründeter medizinischer Indikation zur lokalen und intraartikulären Injektion zugelassen, nicht aber Kokain. Bei Wettkämpfen muss der Sportler dafür besorgt sein, dass der Einsatz dieser Lokalanästhetika mittels detailliertem ärztlichem Attest der zuständigen medizinischen Instanz vorgängig gemeldet wird.

Die äusserliche Verwendung der üblichen Lokalanästhetika (ausser Kokain) ist erlaubt.

III.D. Kortikosteroide

Die Verwendung von Kortikosteroiden ist mit folgenden Ausnahmen verboten:

  • lokale Therapie auf der Haut, im Ohr oder am Auge, nicht jedoch im Rektum.
  • zur Inhalation für Nase und Atemwege**
  • zur lokalen oder intraartikulären Injektion**

** Bei Wettkämpfen hat der betroffene Sportler dafür zu sorgen, dass jede Verwendung von Kortikosteroiden zur lokalen Injektion oder zur Inhalation durch eine detaillierte ärztliche Bescheinigung der zuständigen medizinischen Instanz frühzeitig gemeldet wird.

III.E. Betablocker

In einigen Sportarten, bei denen Konzentration und innere Ruhe eine Rolle spielen, sind Betablocker verboten: z.B. Schiessen, Moderner Fünfkampf, Golf, Bob, Curling, Fechten, Flugsport, Motorsport, Pferdesport, Wasserspringen, Skispringen, Ski alpin.

Beispiele solcher Betablocker sind wie folgt:


Acebutolol Labetalol
Alprenolol Metoprolol

Atenolol Oxprenolol

Betaxolol Propranolol

Bisoprolol Sotalol

Bunolol
und chemisch oder pharmakologisch verwandte Substanzen!

N.B. Zu diesen pharmakologisch verwandten Substanzen gehören etwa auch die sedierenden Antihistaminika und fast alle Psychopharmaka!


IV. Trainingskontrollen

Es wird auf folgende Substanzen / Methoden geprüft:

  • I.C. Anabolika
  • I.D. Diuretika
  • I.E. Peptid- und Glykoproteinhormone sowie Analoge
  • II.B. Manipulation von Urinproben


 

Doping





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